Stromboli

Mich fasziniert in Sizilien die Geschichte mit ihren Spuren in den Gebäuden, der Kunst, den Früchten auf dem Markt, der Kultur und der Vielfalt der Menschen. Am meisten jedoch beeindruckt mich die Gastfreundschaft&Geduld&Improvisationskunst der Menschen. Nun habe ich ein weiteres Wunder erlebt.
Mit einem Boot fuhren wir von Milazzo aus Richtung Norden nach Panarea, einer der 7 äolischen Inseln. Es machte mir und einigen anderen viel Spaß den Wellengang und das Schaukeln zu erleben. Ich war froh nicht seekrank zu werden. Anderen ging es übler.

Kubische Häuser, schöne Gärten, Panarea ist auf Tourismus getrimmt. Ich spazierte langsam durch die wenigen Straßen und wir kauften Zwieback für die „Seekranken“.
Doch der Höhepunkt am 17.5. war die Weiterreise nach Stromboli. Nun saßen viele auf dem Sonnendeck und wir näherten uns dem ca. 800 Meter hohen seit 1934 ständig aktiven Vulkan. Ein weltweit einzigartiges Phänomen. Für die Reise hatte ich mich mit Vulkanologie beschäftigt. Ich fand es spannend, dass wir mit Vulcano und Vesuvio, zwei schlummernde Vulkane besuchten, die besonders gefährlich sind, weil sie irgendwann ausbrechen können, mit dem Etna und Stromboli jedoch zwei aktive Vulkane erleben.
An Land wanderte ich mit einigen aus der Gruppe zum Dorf hinaus zu einem höher gelegenen alten Friedhof. Mehrere geführte Wandergruppen liefen an uns vorbei. Mit Helm ausgestattet ging es bis zum Gipfel.

Das Boot fuhr nun auf die Nordseite des Berges und wir blickten gespannt auf den Kraterrand wo ständig Rauchwolken emporstiegen. Endlich sahen wir für ein paar Sekunden Feuer. Großes Staunen über diese Wunder und viele vergebliche Versuche das Schauspiel per Foto oder Video festzuhalten. Als wir fast abgetreten waren, da spukte der Vulkan nochmals kräftig Feuer aus. Arrividerci. Gegen 23 Uhr kamen wir wieder am Hafen an und wanderten zum Hotel. Es war ein Erlebnis.