Chaotisch wirkt auf uns der Verkehr in Palermo. Autos, Räder, Motos, Kutschen, Laster, Busse und Roller sind unterwegs, geparkt wird in 2ter und zur Not auch dritter Reihe. Herausfordernd v.a.für unsern Busfahrer.
Großes Glück hatten wir mit unserem Guida Gino, der ein tiefes Wissen über die Geschichte Palermos der goldenen Zeit mit der normannisch-arabischen-staufischen Kultur vermittelt. Ab Teatro Massimo wandern wir durch die lange Straße zu 4 canti.
Dann ein erster Höhepunkt mit der Mantorana: Wunderschöne Mosaiken im byzantinischen Stil.




Dann weiter zur Kathedrale, die heute Barock überbaut ist. Berührend aber der Sarkophag meines Namensvetters und seine Lebensgeschichte bis zu seinem Tod 1250: Friedrich II. Geboren am 2. Weihnachtstag in Jesi, früh ein Waise, spricht er griechisch, lateinisch, arabisch, etwas hebräisch und kaum deutsch. Er liebt die Wissenschaft und Aristoteles und die Falkenzucht.
Sein Großvater Wilhelm 1 ließ die Capella Palatina bauen mit einer Vielfalt von architektonischen und religiösen Einflüssen: die Holzdecke aus Ägypten, ein Teil lateinisch, ein Teil byzantinisch. Ich mag die Mosaiken und ihre Erzählung aus AT und NT.




Mich beeindruckt die kulturelle Vielfalt, auch wenn sie ihre Probleme hatte. Doch der Papst kämpfte gegen Friedrich und die Anjou waren nach seinem Tod willige Vollstrecker.
Die meisten Räume des Palastes sind verändert, doch ein Raum ist voller Glanz und Schönheit.

