Genova Palermo -radlos

In der Nacht hatte es in der Pfalz endlich geregnet. Es lag Klarheit in der Luft. Unser Bus fuhr umsichtig von Peter gelenkt über den Gotthard bis Genova.
Italia hat ein anderes Design. Das erkennt man schon am Autogrill. Wieder kein Radfahren mit Fritz, sondern Bus und Schiff aus der Pfalz bis Sicilia.
Es bleibt Zeit für einen kleinen Rundgang durch die Altstadt von Genova. Der alte Hafen atmet Offenheit und Verfall. Der Dom San Lorenzo zeigt verschiedene Epochen von Gotik bis Barock. Mir gefällt die Säulenvielfalt am Hauptportal und die Erhabenheit des gotischen Teils. Barock wirkt hier beliebig. Beim Rausgehen erinnert das Christusfresko an unsere Verantwortung vor Gott.

Wir schlendern durch die Altstadt zurück, unser Bus bringt uns zum Terminal. Personal bei GNV sehr freundlich. Doch wir warten und versorgen uns mit Getränken.
Dann geht es endlich los und das Schiff „Virgo“ legt ab. Ich bin auf dem windigen Oberdeck. Es fühlt sich an wie ein Fellini Film „La nave va“.
Die Nacht ist ruhig, das Frühstück continental, das Mittagessen üppig. Ich erzähle einen Impuls zu Cammillieri und den inneren Kompass.

Nach 20 Stunden kamen wir an, drei Stunden schneller als früher. Einstieg in Bus war chaotisch, die Anfahrt zum Hotel aufgrund des Verkehrs stressig. Endlich waren alle im Hotel und auch der Bus sicher geparkt.
ich war geschafft. Gut tat mir ein ruhiger Spaziergang zum Teatro Massimo. Wir sagen ganz unterschiedliche Menschen, Palermo wirkte arrabisch. Dann hörten wir Jazzklänge. Meraviglioso.