Heute bin ich mit dem Gedanken aufgewacht, wie wunderbar es ist, dass ich dies alles erleben darf. Die Reise ist manchmal auch anstrengend und es ist nicht immer einfach unterschiedliche Vorstellungen unter einen Hut zu bringen.
Ich wundere mich immer wieder über the american way of life. Es soll ja Leute geben, die das alles great finden. Ich finde es befremdlich, wenn ich mir im Hotel Müsli mit Obst und Joghurt bestelle und alles in Plastik verpackt ist. Ich finde es auch wunderbar, dass hier alle Leute freundlich sind.
Heute fuhren wir zu einem großen Naturwunder im Norden des Staates New York : die Niagarafälle. Typisch für Amerika: man kommt mit dem Auto fast hin. Wir parkten etwas entfernt. Obwohl es viele Bilder gibt und die Fälle etwas ikonisches haben, hatten wir uns die Situation anders vorgestellt. Wir liefen durch den Naturpark und kamen an die drei Teile der Niagara Fälle an der Grenze zu Kanada nahe ran. Wie schön und wie gewaltig kann Gottes Schöpfung sein, wunderbar. Es donnern im Sommer 185.000 Liter Wasser in der Sekunde herab.





Müsste uns so ein Wunder nicht andächtig machen, dankbar? Müssten wir uns nicht ins Zeug legen, um diese schöne Erde und was noch da ist zu bewahren?
Auffällig war, dass nicht so viele Touristen da waren. Aber das gehört auch zu den Wundern dieser Reise die ganz unterschiedlichen Menschen mit ihren Geschichten.
Anschließend fuhren wir nach Buffalo, der zweitgrößten Stadt im Staat New York. Vor 100 Jahren ein mächtiges Finanzzentrum dank der Industrie, heute etwas im Rückstand, aber Theaterszene und viele kleine Brauereien. Wir haben eine ausprobiert, auch wenn ich der einzige Biertrinker war. Aber Essen war auch lecker.






Der Wohlstand der Stadt zeigte sich in einer Reihe von hohen neuen Gebäuden im Stil der Art Deco. Sehr schön das moderne Rathaus mit bunten Art Deko Elementen am zentralen Platz. Dort befindet sich auch das Hotel Statler mit einst 1000 Zimmern. Inzwischen wird es als Wohnhaus umgebaut.
Fast wie eine Kirche erscheint ein Bankhaus, aber das ist fast ein ironischer Kommentar zur Vergötzung des Geldes. Ein Unikat scheint mir auch der Turm der Elektrizitätswerke zu sein. Können solche Bauten nicht auch Wunderwerke des menschlichen Geistes genannt werden?