Religion und Bildung

Direkt über unserem Motel gibt es ein Art Freilichtmuseum. Dort werden zwei Siedlungen aus dem 17.Jhd nachgestellt, die zum Gründungsmythos der USA zählen. Es handelt sich um das Plimoth Patuxet Museum. Dort haben sie die Siedlung der englischen Puritaner nachgebaut und auch ein Dorf der Patuxet, native americans, die dort vorher lebten.
Bei den amerikanischen Ureinwohnern erfahren wir von einer sehr naturverbunden Lebensweise und einer Religion, die in allen Lebewesen etwas Sakrales sieht. Durch Personen, die die Kleidung der damaligen Zeit tragen werden die Besucher über das damalige Leben informiert. Gutes Konzept!

Die englischen religiösen Dissenters siedelten zunächst in einem verlassenen Dorf der Patuxet. Später bauten sie dann ein einfaches Straßendorf mit einem Turm, der zugleich als Versammlungsraum, Kirche und zur Verteidigung diente, eher gegen Franzosen. Denn mit den Ureinwohnern kam es zu Formen der Kooperation. Unter anderem wurde 1621 das erste Thanksgiving gemeinsam gefeiert.

Manchmal war es schwierig die Personen in den Gewändern des 17. Jahrhunderts zu verstehen, weil sie eine Worte aus dieser Zeit sprachen. Nach einem Mittagessen, bei dem ich eine Suppe von Zutaten der damaligen Zeit probierte, machten wir uns auf den Weg nach Boston zu Rebekkas Familie. Sie wohnt nicht weit weg von Harvard.

Harvard steht im Augenblick in den Schlagzeilen, weil die Eliteuni gegen Forderungen Trumps Widerstand leistet. Nicht viele wissen, dass Harvard von den Puritanern gegründet wurde, um Theologen auszubilden. Der Bildungshunger, der Fleiß, das Streben nach Verbesserung des Lebens für einem selbst und die Gemeinschaft hat seine Wurzeln im Calvinismus.