Morgens fuhren Steffi und ich zur Presbyterian Church in der nähe des Weißen Hauses. Wir machten die Tour mit einem Leihrad. Doch außer zwei Rädern, einem Lenker hatte das Teil wenig mit einem Rad zu tun. Zwar fanden wir den Weg, kamen jedoch schweißgebadet im Gotteshaus an. Freundlich wurden wir trotz Verspätung empfangen, etwa 80 Leute feierten den Gottesdienst, ein Ruheständler predigte. Rhetorisch gut, aber zu lang. Er sprach über das Thema, wann Jesus wiederkommt und kritisierte die Verbindung von israelischer Militäroffensive mit evangelikalen Endzeiterwartungen.
Interessant war, dass es vor dem Gottesdienst ein Frühstück für homeless gab und im Gottesdienst ein people‘s pray, wo jeder seine Anliegen vorbringen konnte.
Eine Dame kam nach dem Gottesdienst auf uns zu fragte, wer wir sind und erklärte die Verbundenheit von Abe Lincoln mit dem damaligen Pfarrer und der Gemeinde. Es gibt noch die Bank, die er bezahlt hat. Heute erinnern Fenster an ihn. So erklärt sich auch die theologische Argumentation Lincolns im Civil War.




Nach der Rückkehr mussten wir ausruhen. Nachmittags fuhren wir mit den Kids im klimatisierten Auto in zwei Museen. Wir parkten direkt hinterm Kongress. Im Art Museum mit kostenlosen Eintritt interessierten Steffi, Daliah und ich uns für Gegenwartskunst, Justin zog es zu älteren Werken. Die Fülle und die Qualität der Bilder ist überwältigend. Die Kunstmuseen werden diverser, mehr Künstlerinnen, mehr Werke aus anderen Erdteilen. Vor allem die beiden Flaggenbilder zeigen die Ambivalenz der amerikanischen Geschichte. Das Bild von Jackson zeigt eine große Einsamkeit, das andere Bild zeigt die Gewaltgeschichte.
Davon können auch die Native American ein Klagelied singen. Nachdem wir darüber sprachen wie die verschiedenen Völker der Ureinwohner korrekt ausgesprochen werden, besuchten wir das Museum. Der Bau ist architektonisch wunderbar!




Doch das Museum selbst war anders als ich erwartet hätte. Es gab weniger historische Kunstwerke der Ureinwohner oder Erklärungen zu ihrem Schicksal.


Gut gefielen mir im oberen Stockwerk die Arbeiten indianischer Künstler/innen aus den Plains, die an die Tradition ihrer Völker mit neuen Bildern anknüpfen. Im 3. Stock setze sich das Museum mit amerikanischen-indianischen Mythen wie due Niederlage am Little Big Horn oder Pocahontas auseinander.




Gemeinsam besuchten wir noch das weiße Haus, hinter dem kleine Gruppen für Migranten und das Ende des Ukrainische Krieges demonstrierten. Direkt hinter dem Weißen Haus befindet sich die kleine Episkopalkirche St. James, vor der D. Trump einmal mit falsch herum gehaltener Bibel sich aufstellte.


Dankbar und traurig erinnere ich mich an meinen Freund Max, der mit 79 Jahren friedlich heimgegangen ist. Römer 5,1.2+5:
Da wir nun gerecht geworden sind durch den Glauben, haben wir Frieden mit Gott durch unsern Herrn Jesus Christus. Durch ihn haben wir auch den Zugang im Glauben zu dieser Gnade, in der wir stehen, und rühmen uns der Hoffnung auf die Herrlichkeit, die Gott geben wird. Hoffnung aber lässt nicht zuschanden werden; denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsre Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist.
Gott schenke ihm eine fröhliche Auferstehung.