On the road again

Wir haben den Zug nach Washington nich früher gebucht und so ist der Leihwagen günstiger. Die jüngeren Mitglieder freut es. Leihe klappt, wir laden Koffer ein und holen die Kids aus dem Norden der Stadt ab.
Auf dem Weg in den Süden überkommt mich selten das Gefühl großer Freiheit. Die Interstate ist voll, obwohl meistens dreispurig. Manchmal fließt der Verkehr sehr zäh. Ich muss mich daran gewöhnen, dass man die Spuren frei wählen kann. Zur Raststätte biegen wir links ab. Die meisten halten sich an die Geschwindigkeitsbegrenzung.
Die Hauptstadt wirkt sehr unterschiedlich. Der Regierungsbezirk ist monumental mit den bekannten Wahrzeichen und Gebäuden, unser Wohnviertel im Nordosten ist Rest eher kleinstädtisch. Es ist sehr heiß bei unserem ersten Spaziergang zum Capitol.

Abends wollen wir mit dem Rad die National Mall abfahren. Ein Regenschauer verhindert es. Wir nehmen wie viele das Auto und fahren zum Jefferson Memorial, sind beim Roosevelt und M L King Memorial. Am Ende besteigen wir das Lincoln Memorial und die Gedenkstätte mit den Toten des Vietnamkrieges. Wie inszeniert eine Supermacht die Höhepunkte und Niederlagen der eigenen Geschichte? Darüber diskutieren wir miteinander und fragen auch, warum manche Hoffnungsträger wie MLK oder Lincoln durch Mörderhand enden müssen, während Diktatoren oft Glück haben.