Heute waren wir im Reading Terminal Market, direkt hinter der Jefferson Station. Es gibt Gemüse und Blumen, Eis und Schokolade, Metzger und esoterische Kräuter, Sauerkraut und Strudel, Candy und Honig, Tischdecken und Nüsse. Es gibt arabisch-orientalisches Essen, frischen Lobster, Philly Cheese Steak, koreanisch, dutch, chinesisch, karibisch usw. Die bunte Vielfalt der Menschenkinder ging an den Ständen entlang, setze sich zum Essen oder aß im Stehen. Dieser Markt ist ein gutes Bild für eine bunte Gesellschaft, die ganz verschiedene Speisen anbietet. (Zur Wahrheit gehören jedoch auch bettelnde Homeless draußen dazu.)

Die Nacht schlief ich wenig und lief morgens zum Delaware River. Es war noch einigermaßen kühl und nicht ganz so schwül. Zwischendurch kam ich an diversen Kirchen und Synagogen vorbei.
Nach dem Frühstück und einer Pause zur Regeneration besuchten Steffi und ich die erste afrikanisch-methodistische Episkopalkirche. Die Kirche wurde 1816 gegründet und hat heute weltweit mehrere Millionen Mitgliedschaft. Leute verließen nach einen Trauergottesdienst die Kirche mit einem Autozug hinter dem Sarg. Eine freundliche Dane zeigte uns den schönen Kirchenraum aus Holz mit bunten Glasfenstern. Seit eine Pfarrerin die Gottesdienste leite, ginge es mir der Gemeinde wieder aufwärts, sagte sie auf meine Frage. Sie luden uns zum Sonntagsgottesdienst ein.




Direkt daneben befand sich die israelische Synagoge und etwas weiter eine alte Presbyterianische Kirche, die nach der amerikanischen Revolution wieder aufgebaut worden war. Dort wurde ich von zwei Pfarrern sehr freundlich empfangen, die mich in den klimatisierten Kirchenraum führten. Die Ausmalung stammte aus dem 20. Jahrhundert. Auch diese Kirche erlebte nach Aussagen der beiden Geistlichen einen kleinen Aufschwung. In den letzten 15 Jahren stieg die Anzahl der sonntäglichen Besucher von 100 auf 200. Ich gratulierte zur guten Arbeit und dem Wirken des Geistes. Ein Teil der Menschen komme aus der katholischen Kirche, andere von evangelisch-fundamentalistischen Gemeinden. Der Pfarrer meinte, dass er in der letzten Zeit kleine Anzeichen entdecke, dass Menschen und merkwürdigerweise auch Männer sich mit Religion beschäftigen. Ich fand es interessant, weil ich auch in Spurenelementen neues Interesse bei uns bemerke. Deshalb macht es mir so Kummer, dass durch die geplanten Veränderungen die Gemeinde vor Ort geschwächt wird.




Siehe wie fein und lieblich ist es wenn Brüder&Schwestern einträchtig beieinander wohnen. (Psalm 133) Was mir auffällt ist, dass hier die Gemeinden es stärker gewohnt sind auf andere zuzugehen und Menschen zu Gottesdiensten einzuladen.